Mehrweg-Weißfarbfalle

Bio-Colortrap®  
Mehrweg-Weißfarbfalle

Eine behördliche Zulassung ist nicht erforderlich!

Versandeinheit: 1 Set (Art.-Nr. 262)

  • 3 Fallen
  • 6 Polyethylenbeutel
  • 3 Haken
  • 2 m Schnur
  • 1 Dose Spezialleim (240 ml)

Fallentyp: Mehrweg-Weißfarbfalle

Größe: 17 x 21 cm

Die Mehrweg-Weißfarbfalle dient zur Überwachung der Apfelsägewespe (Hoplocampa estudinea), der Gelben Pflaumensägewespe (Hoplocampa flava) und der Kleinen Pflaumensägewespe (Hoplocampa minuta). Die Falle ist unbegrenzte Zeit verwendbar, da sie vor jedem Neueinsatz mit einem auswechselbaren Polyethylen-Folienbeutel versehen werden kann. Die Falle selbst ist aus Plexiglas, deshalb wetterbeständig und vergilbt nicht. Sie gilt als besonders umweltfreundlich, da sie mehrere Jahre verwendet werden kann.

Fallentyp:

Die Fangtafel aus weißem Plexiglas (3 mm stark) wird in der Größe von 17 x 21 cm geliefert. Die Tafel wird mit einem passenden Polyethylen-Beutel überzogen.

Wirkungsweise:

Der Fangeffekt beruht auf der Lockwirkung der weißen Farbe. Sägewespen werden von der weißen Farbe angelockt und bleiben auf dem Leim der Falle kleben.  Der Fangerfolg wird erhöht, wenn die Fallen so aufgehängt werden, dass eine leicht rotierende Bewegung möglich ist. Der Bindfaden muss an dem Haken fest verknotet sein.

Anwendung:

Die Mehrweg-Weißfarbfalle hat sich für Prognosezwecke bestens bewährt. Sägewespen sind leicht auch ohne Lupe von anderen gefangenen Insekten zu unterscheiden. Ihr Körper ist kompakt und glänzend, eine sog. Wespentaille zwischen Brust und Hinterleib fehlt. Die Apfelsägewespe ist ca. 7 mm lang und schwarz, die Gelbe Pflaumensägewespe ca. 6 mm lang und gelbbraun, und die Kleine Pflaumensägewespe ist ca. 4-5 mm lang und ebenfalls schwarz. Die Sägewespen legen ihre Eier in die noch nicht geöffnete Blütenknospe. die geschlüpften raupenähnlichen Larven stellen in der zuerst aufgesuchten Frucht unter der Oberhaut einen bogenförmig verlaufenden Miniergang her, der verkorkt und auch später noch als Hinweis auf Sägewespenbefall erhalten bleibt. Oft bohrt sich die Larve auch gleich tiefer in die Frucht hinein.

Zeitpunkt für das Aufhängen der Fallen:

Etwa eine Woche vor Blütebeginn sind die Fallen zu montieren. Sie sollten innerhalb der  Krone  in ca. 1,5 m Höhe angebracht werden.

Fallenbedarf:

Der Flug der Wespen beginnt vor der Blüte und eine gute Woche vor Beginn der Eiablage. Die Fallen dienen deshalb als Vorwarnung für die Gefahr von Eiablagen. Je nach Größe der Obstanlage sollten 1-4 Fallen an Bäumen anfälliger Sorten aufgehängt werden.

Folienvorbereitung:

Jede Fangtafel wird mit einem Polyethylenbeutel überzogen und die Öffnung des Beutels mit Hilfe einer Büroheftklammer verschlossen. Zuschweißen ist ebenfalls möglich. Die Haken werden in die jeweils vorgesehenen Löcher der Tafel gedrückt. Vorder- und Rückseite der Falle (ca. 3/4 der Fläche) werden mit Leim bestrichen. Der Leim kann auf einer Heizplatte erwärmt werden, sodass er leichter aufzutragen ist. Mit dem Bindegarn werden die Fallen kurz angebunden, damit sie nicht zu stark rotieren. Als Aufhängevorrichtung kann ein Galgen oder aber ein entsprechend gebogenes Gestänge dienen.

Kontrolle der gefangenen Insekten:

Die Fallen sollten wöchentlich kontrolliert werden, bei starkem Flug 2-3 mal pro Woche. Mit dieser Methode kann ein mühsames Suchen nach Eiern, deren Zahl über durchzuführende Behandlungen entscheidet, vermieden werden.

Befallsprognose:

Schwellenwerte, unterhalb derer keine Gefahr stärkerer Eiablagen besteht, müssen in jeder Region separat bestimmt werden. Die sogenannte Schadensschwelle ist keine genau fixierte Zahl, sondern gibt einen Bereich an, ob sich eine Bekämpfungsmaßnahme lohnt oder nicht. Sie liegt bei der Apfelsägewespe nach neuesten Erkenntnissen je nach Region zwischen 8 und 10 Tieren pro Falle und Saison, bei der Pflaumensägewespe bei 20-30 Tieren pro Falle und Saison.